Tagesberichte aus dem Trainingslager in Limassol, Zypern vom 27.10. bis 10.01.2011
Tag 12, Samstag - 8. Januar
Das Trainingslager auf Zypern geht mit grossen Schritten dem Ende entgegen. Zum letzten Mal trainierten wir heute Samstag zwei Mal.
Die Wege welche der Strasse entlang führen kennen wir nach diesen zwei Wochen bereits sehr gut. Trotzdem absolvierten wir unseren Dauerlauf am Morgen quer durch die Stadt. Mit Kellogs, Nutella Broten und Toastbroten stärkten wir uns für das bevorstehende Nachmittag Training. Kurz vor dem Bahntraining drückte ich vor dem Fernseher noch den Skifahrer die Daumen.
Fortsetzung folgt – das Nachtessen wartet. En guete!
Tag 11, Freitag - 7. Januar
Durch das frühe zu Bett gehen Gestern Abend gestaltete sich das Aufstehen um 07.45 Uhr für mich als kein Problem, da hatten andere schon etwas mehr Mühe! Die Laufeinheit setzte unseren Mägen etwas zu und wir konnten das Morgenessen in vollen Zügen geniessen. Mit einer kurzen Kraft und Dehnlektion von Andi schloss ich den Morgen ab.
Mit einem Taxi liessen wir uns vor das Lanitio Stadion in Limassol führen. Da die Anlage erst um 15.00 Uhr öffnete und wir bereits 20 Minuten früher da waren mussten/durften wir über den Zaun klettern. Die zehn Mal 400m stellten für einmal keine grosse Herausforderung dar. Dementsprechend fit, filmten wir am Schluss noch den einen oder anderen Lauf um ihn am PC analysieren zu können. Interessant war es auch die Trainingsformen der einheimischen Athleten zu beobachten. Mit dem öffentlichen Verkehr kehrten wir ins Hotel zurück. Meiner Wade geht es bereits wieder besser, sie erholte sich am freien Tag sehr gut und ist jetzt bereit für die letzten Einheiten auf der Insel Zypern. =)
Tag 10, Donnerstag - 6. Januar
Schon beinahe etwas aus dem Rhythmus gefallen, machten wir uns morgens um 08.00 Uhr auf, in ein stündiges Abenteuer über Stock und Stein. Gesprochen wurde für einmal etwas weniger, wieso aber haben wir nicht herausgefunden! Am Schlaf soll es laut allen beteiligten nicht gelegen sein.
Mit einer grossen Portion Spagetti Carbonara stärkten wir uns für das Sprinttraining am Nachmittag. Fünf Mal 200m und Fünf Mal 300m standen auf dem Trainingsplan. Durch das, dass in Zypern der sechste Januar ein Feiertag war, befanden sich nur sehr wenige Leute auf der Bahn. Bei untergehender Sonne beendeten wir das Training und machten auf dem Heimweg noch einen kleinen Abstecher in den gleich danebenstehenden Mc Donalds. Ziemlich müde und erschöpft ging ich etwas nach 21.00 Uhr ins Bett.
Tag 9, Mittwoch - 5. Januar
Der erste Mittwoch im neuen Jahr stand bei uns im Zeichen der Erholung. Nach einem ausgiebigen Morgenessen brachen wir zu sechst auf. Das Wetter hätte nicht besser passen könne, herrlicher Sonnenschein und gefühlte 22 Grad! Mit einem Mietauto fuhren wir der Küste entlang Richtung Pafos. Unterwegs machten wir an verschiedenen Stellen einen Halt und musste die wunderschöne Landschaft mit den Fotokameras festhalten. Es waren fantastische Bilder, welche wir zu Gesicht bekamen. Einfach wunderbar. Die Fotos sprechen für sich! Pünktlich um 19.00 Uhr kehrten wir mit vielen Fotos auf den Kameras ins Hotel zurück. Morgen geht es dann weiter mit Training. Gute Nacht!
Tag 8, Dienstag - 4.Januar
Zusammen mit Steffi, Selina, Patrick, Pädi und Andreas startete ich Punkt 08.00 Uhr zu einem stündigen Dauerlauf. Doch nicht wie schon fast zur Gewohnheit geworden, joggten wir nicht dem Strand entlang sondern rannten in die ‘‘Berge‘‘. Berge sind etwas übertrieben. Aber ich kann euch sagen, ausser dem Strand entlang und die vielen Leichtathletikanlagen gibt es sonst fast keine Strassen die auch nur annähernd einen Kilometer flach sind. Zu sechst gestartet, kehrten wir zu dritt zurück! Pädi und Andreas kehrten verletzungshalber und zur Schonung früher um und Selina lief die zweite Hälfte etwas schneller. So kam es, dass nur noch Steffi, Patrick Rohr und ich zusammen um 09.00 Uhr im Hotel eintrafen.
Nach der Stärkung durch das Morgenessen spielten wir drei Runden Dog. Ich habe mich zusammen mit Patrick Rohr gesteigert und wir konnten einen zwei zu eins Sieg über das Duo Andreas Meyer und Patrick Meier feiern. Das Training am frühen Morgen war auch Wettertechnisch ein guter Zug, denn begann es doch um 10.00 Uhr teilweise sehr stark zu regnen! =)
Nach einem wohlverdienten Mittagsschlaf, wurde ich etwas weniger sanft von meinem Zimmerkollegen geweckt! Jedoch meinte er es nicht böse..! Zusammen mit Steffi und Patrick startete ich um 15.30 Uhr zum Training. Nach den Belastungen genossen wir eine kleine Abkühlung im Meer.
Der nächste Treffpunkt war um 18.15 Uhr um diese Uhrzeit fuhr der Mannschaftsbus des VC Kanti Schaffhausen in die Volleyhalle. Und dabei durften natürlich die besten und lautesten Fans nicht fehlen. Mit singen, klatschen und hupen unterstützen wir das Volleyballteam aus der Schweiz. Ebenso souverän wie wir sie anfeuerten, spielten sie auch. Problemlos und ohne Satzverlust siegten sie drei zu null! Sicher und schnell brachte uns anschliessend ein Bus zurück ins Hotel.
Tag 7, Montag - 3. Januar
Das erste Mal zog ich heute Morgen ein langärmliges Shirt an. Das Wetter zeigte sich von seiner etwas bewölkten Seite. Nach einem ausgiebigen Morgenessen legte ich mich für eine Stunde schlafen. Kurz vor dem Mittagessen spielten wir noch eine Runde Dog, ich jedoch weniger erfolgreich!
Die Einheit am Nachmittag viel Wort wörtlich ins Wasser. Es regnete die ganze Zeit, also auch wir bleiben vom schlechten Wetter nicht verschont. Die 7x600m rannten wir auf einem flachen Radweg, durch den Regen herrschte nur ein ganz geringer Radverkehr. Am meisten Probleme machte meine linke Wade, sie verhärtete sich von Lauf zu Lauf mehr und drohte fast zu explodieren =)! Nach einem lockeren Auslaufen liessen wir uns die letzten Kilometer vom Bus nach Hause chauffieren. =) Nach dem Nachtessen werde ich mir die Waden nochmals gut durchmassieren und dann früh zu Bett gehen, denn Morgen steht bereits wieder eine harte Einheit auf dem Programm.
Tag 6, Sonntag - 2. Januar
Die morgendliche, lockere Einheit tat meinen Beinen gut und ich stellte mich gleich nach dem Training am Morgen auf das bevorstehende Bahntraining am Nachmittag ein. Zu Mittag wurde uns eine Portion Spagetti Napoli serviert. Als Verdauung legte ich mich ins Bett und schlief eine Stunde.
Um 14.00 Uhr war Treffpunkt für das Bahntraining. Bis auf Andreas Meyer waren alle pünktlich. Während Steffi und Patrick in der Hotellobby noch auf ihn warteten, marschierte ich bereits los Richtung Bushaltestelle. Plötzlich schrien die anderen von hinten, der Bus komme gleich (Fahrplan gibt es hier keinen) ich solle zur Haltestelle rennen und ihn aufhalten. In vollem Sprinttempo rannte ich die letzten Meter bis zur Haltestelle und erreichte den Bus. Ganz langsam suchte ich nach dem Geld (ich wollte ihn so etwas aufhalten) für das Ticket. Doch der Busfahrer fand das nicht lustig und liess eben so wenig mit sich reden. Er wartet keine 10 Sekunden. Er sei kein Taxi, er sei ein Bus war seine Antwort. Ich dachte nur, wenn es hier schon keinen Fahrplan gibt, hätte er auch ganz sicher noch 30 Sekunden warten könne! So kam es, dass ich alleine im Bus sass und die Anderen alle zurückblieben.
Im Leichtathletikstadion waren sie aber trotzdem schneller. Während dem dass ich zur Anlage marschierte bestellten sie ein Taxi und liessen sich chauffieren.
Dieser Zwischenfall brachte uns aber nicht aus der Ruhe und wir spulten unser Programm souverän ab. Da die Anlage heute geschlossen war, mussten wir, auf Rat der Anlagenchefin, über den Zaun klettern. Gegen Ende des Trainings traf dann auch noch ein einheimischer Zaunkletterer ein und joggte (marschierte) seine Runden.
Wenige Meter neben der Rundbahn fanden wir einen geöffneten, kleinen Laden. Die meisten hatten heute Sonntag geschlossen. Zu meiner riesen grossen Freude fand ich in diesem ‘‘Lädelii‘‘ mein so sehr geliebtes ‘‘Caffé Latte Macchiato‘‘ von der Emmi! Der Verkauf der echten Toblerone wertete diesen Laden nochmals auf.
Anschliessend stoppten wir ein Taxi und liessen uns vor das Hotel fahren.
Während dem Nachtessen gesellten sich plötzlich noch weitere Schweizer zu uns in den Esssaal hinzu. Der VC Kanti Schaffhausen ist heute Abend im Hotel Golden Arches eingetroffen. Die Spielerinnen aus dem Norden der Schweiz spielen am Dienstagabend in Limassol im Europapokal 16-Final gegen ein Team aus Famagust. Der Trainer fragte uns bereits als Fanclub an und versprach uns der Transfer zur Halle zu organisieren. Demzufolge werden wir also am Dienstagabend die Volleyballerinnen des VC Kanti Schaffhausens bei ihrem Spiel unterstützen. Wir freuen uns darauf.
Tag 5, Samstag - 1. Januar
Etwas später als üblich bin ich um 09:00 Uhr aufgestanden. Zusammen mit Dominik frühstückte ich gemütlich und freute mich bereits auf den bevorstehenden Dauerlauf. Bei herrlichem Sonnenschein und 19 Grad, joggt ich eine Stunde gemütlich dem Strand entlang. Einfach grandios! Was will man mehr an einem ersten Januar?
Kurz nachdem Mittag kehrte ich zurück, räumte das Zimmer ein wenig auf und freute mich ganz einfach auf ein paar frei Stunden. Jetzt sitze ich gerade gegenüber von Dome am Notebook und schreibe diesen Bericht. In den nächsten Minuten öffnet das Buffet für das Abendessen. In diesem Sinne einen guten Appetit.
Tag 4, Freitag - 31. Dezember
Am letzten Tag im alten Jahr starteten wir mit einem lockeren Dauerlauf. Mit der anschliessenden Krafteinheit wollten wir uns das Silvestermenu vom Abend verdienen. Die einen oder anderen hatten bereits etwas zu kämpfen als es darum ging mit der Bauchmuskulatur zu arbeiten. Alle zeigten vollen Einsatz und umso mehr freute es uns auf das Abendmahl.
Nach einem fünf Gang Menu ging die Party in unserem Hotel erst richtig los. Jung und Alt tanzte zu den Liedern der Christmas-Boys. Kurz vor 00:00 Uhr schlenderten wir Richtung Strand. Wollten wir es doch ausnützen wenn wir schon Mal Silvester am Strand feiern konnten. Pünktlich und zu einem Feuerwerk welches in der Stadt Limassol abgefeuert wurde, liessen wir die Korken knallen.
Anschliessend wurde noch etwas diskutiert und schlussendlich fanden alle wohlauf den Weg zurück ins Hotelzimmer.
Tag 3, Donnerstag - 30. Dezember
Wie meist bis jetzt in diesem Trainingslager starteten wir den Tag um 8:00 Uhr mit einem stündigen Dauerlauf. Wir rannten vom Hotel aus 30 Minuten in Richtung Stadtzentrum und retour! Es gibt leider so gut wie keine geeigneten, flachen Strecken für einen stündigen Dauerlauf!
Am Nachmittag standen sieben Mal 1000 Meter auf dem Programm! Diese Belastungen absolvierten wir auf einer etwas coupierten Strecke. Wie ihr merkt, ist es nicht ganz einfach geeignete Abschnitte ausserhalb der Leichtathletikanlage zu finden.
Nach einem Bad im Hotel eigenen Pool folgte nach dem Nachtessen das Coiffeur-Schieber Duell Patrick Rohr und Andreas Meyer gegen Dominik Lötscher und mich. Dome und (vor allem) ich mussten noch etwas Lehrgeld bezahlen. Wir hoffen aber bei der morgigen Revanche auf eine Besserung. =)
Auch auf der Seite der Mittelstreckler.ch gibt es noch interessante Berichte zu lesen oder Fotos zu begutachten:
Link -Bericht der mittelstreckler.ch
Tag 2, Mittwoch - 29. Dezember
Heute gings bereits, auf Wunsch der Frauen, vor dem Morgenessen auf den Dauerlauf. Gar nicht so eine schlechte Idee, konnten wir doch anschliessend das Morgenessen doppelt geniessen. Mit gezielten Dehnübungen schlossen wir das morgendliche Training ab.
Um 14.00 Uhr versammelten Stefanie Barmet, Selina Büchel, Patrick Meier und ich mich in der Eingangshalle und marschierten los Richtung Bushaltestelle. Unser Ziel war das Leichtathletikstadion um unser Bahntraining durchzuführen. Der Buschauffeur schrieb uns die Bustageskarte für zwei Euro von Hand! Busfahrplan gibt es hier nicht, man stellt sich einfach an die Haltestelle und hofft dass möglichst früh ein Bus vorfährt! 15 Minuten dauerte die Fahrt von unserem Hotel in die Stadtmitte Limassols. Von dort unternahmen wir noch einen ebenso langen Fussmarsch und gelangten nach einer halben Weltreise beim Stadion an. Das Training konnten wir ohne Probleme absolvieren und auch mit dem Chef der Anlage konnten wir einen Deal aushandeln. =) Der Rückweg dauerte mit ein paar Stopps in verschiedenen Läden etwas länger. Aber bei so warmen Temperaturen störte dies Niemand. Pünktlich zum Nachtessen waren wir zurück. Nun eine gute Nacht und bis Morgen.
Tag 1, Dienstag - 28. Dezember
Nach einem ausgiebigen Morgenessen starteten wir um 10.00 Uhr mit unserem 60 minütigem Dauerlauf. Primär beschäftigten wir uns damit, geeignete Wege zu finden für gemütliche, lange Läufe. Leider ist dieses Unterfangen hier im Süden von Zypern nicht gerade einfach. Aus diesem Grund ergab sich ein sehr coupierter Dauerlauf. Mit dem anschliessenden Stabitraining an der Sonne, neben dem Pool, beendeten wir den Morgen.
Für das Intervalltraining vom Nachmittag wurden wir bis zum Start der Einheit noch nicht fündig mit einer geeigneten Strecke. Gegen Ende konnten wir dann aber doch noch auf einer akzeptablen Strecke laufen und mussten nicht immer am Strandweg Touristen überholen oder uns auf der Strasse von Autos überholen lassen.
Anreise, Montag - 27. Dezember
Um 17.30 Uhr hob der Flieger in Zürich ab Richtung Larnaca. Pünktlich um 22.05 Uhr sind wir auf zypriotischem Boden gelandet. Der anschliessende Transfer vom Flughafen zum Hotel dauerte 50 Minuten und verlief ohne Probleme. Ziemlich müde kamen wir um 01.30 Uhr im Bett zum Schlafen.
Zürcher Silvesterlauf vom Sonntag, 12. Dezember 2010
Seit ziemlich genau zwei Monaten durfte ich wieder bei einem Ernstkampf starten. Ich freute mich riesig über das Kräftemessen in der Stadt Zürich.
Zusammen mit Stefanie Barmet meldeten wir uns in der Kategorie «Sie & Er» an. Insgesamt mussten fünf Runden zurückgelegt werden. Diese konnten auf die zwei Läufer frei verteilt werden. Es musste aber nach jeder Runde musste gewechselt werden. Ich startete das Rennen ziemlich rasant, um den Stürzen am Anfang des Rennens, aus dem Weg zu gehen. Steffi, wie auch ich, konnten während dem ganzen Rennen immer eine Position zwischen fünf und zehn halten. In der letzten Runde fühlte ich mich noch ziemlich gut und konnte bis ins Ziel noch drei Läufer überholen. Unsere geniale Leistung reichte zum fünften Platz.
Im Rennen, das gleich nach unserem gestartet wurde, liefen unsere Vereinskollegin und ehemalige Sprinterin Renate Kohler zusammen mit unserem Trainer Josef Vogel. Sie meisterten die 6,3 Kilometer mit grosser Bravour. Einzig an der Übergabe müssen die beiden noch feilen =) . Aber bis zur nächsten Austragung des «Zürcher Silvesterlauf» bleibt genug Zeit um all die Defizite zu bereinigen.
Rangliste Silvesterlauf Zürich 2010
Roland Christen - 12.12.2010
Die Hexe hat geschossen..
Die Zeit vergeht wie im Fluge, das bekommt auch die Aktualität meiner Homepage zu spüren! Sorry. Mein letzter Eintrag datiert vom siebten November 2010 und seit diesem Datum ist viel passiert!
Durch einen Hexenschuss, welcher ich am elften November erlitten habe, musste ich auf die Starts in Langenthal und Basel leider verzichten. Ich musste eine Woche lang pausieren und liess mich anschliessend in Nottwil behandeln. Die Rückenschmerzen versuchte ich mit gezielten Übungen zu minimieren und hoffte auf eine rasche Besserung. Seit einer Woche kann ich nun wieder sagen, ich bin Schmerzfrei und kann wieder ganz normal trainieren! Bei gewissen Bewegungen im Alltag verspüre ich manchmal noch einen kleinen Schmerz. Aber auch diese Situationen haben sich auf ein Minimum gesenkt.
Nach einer für mich doch ziemlich langen Wettkampflosen Zeit, gehe ich morgen in Zürich am Silvesterlauf an den Start. Zusammen mit Stefanie Barmet versuche ich in der Kategorie Sie und Er eine möglichst gute Rangierung herauszulaufen. Primär freue ich mich aber darauf endlich wieder einen Ernstkampf bestreiten zu dürfen. Aus diesem Grund darf sicher auch der Spass nicht zu kurz kommen. Über das Resultat werde ich Morgenabend berichten.
In genau 16 Tagen werde ich für zwei Wochen nach Zypern fliegen. Ich werde mich dort mit Vereinskollegen und anderen Mittelstreckenläufern aus der Schweiz auf die bevorstehende Saison vorbereiten. Den Arbeitsalltag zur Seite legen, die wärmeren Temperaturen geniessen und einfach mal ‘‘nichts‘‘ neben den vielen Trainings ist dann für zwei Wochen angesagt. =)
Roland Christen - 11.12.2010
Winterzeit = harte Zeit
Die Tage sind wieder kürzer und die Temperatur nähert sich langsam aber sicher auch wieder der null Gradgrenze. Für mich persönlich kommt die ''schwierigste'' Zeit des Jahres auf mich zu. Am Morgen gehe ich bei Dunkelheit aus dem Haus und komme am Abend wieder bei Dunkelheit nach Hause. Das tägliche Training absolviere ich ausser am Wochenende immer nach der Arbeit. Trainingsbeginn ist jeweils zwischen 17.30 und 18.45 Uhr.
Die Laufeinheiten werden mit Stirnlampe und warmer Kleidung abgespult. Die ersten paar Wochen ist das noch absolut kein Problem. Mitte Januar machen die Bedingungen einem dann mehr und mehr zu schaffen. Die ständige Dunkelheit treibt einem manchmal fast in den Wahnsinn. Doch gegen diesen Wahn probiere ich diese Saison etwas zu machen. Ich verreise zwischen Ende Dezember und mitte Februar für zwei Mal zwei Wochen ins Trainingslager. Über Weihnachten - Neujahr fliege ich für 14 Tage nach Zypern. Nach drei Wochen in der Schweiz verbringe ich den 3.-17. Februar in Portugal. Durch diese zwei Vorbereitungslager verkürze ich die Wintervorbereitungszeit im Dunkeln in der Schweiz. Natürlich ist das nicht der Hauptgrund. =)
Bevor es aber so weit ist, werde ich noch am einen oder anderen Stadtlauf am Start stehen. Als nächstes laufe ich am Langenthaler Stadtlauf und eine Woche später dann in Basel.
Mitte Dezember führt der TV Unterstrass den Silvesterlauf in Zürich durch. Zusammen mit Stefanie Barmet werde ich in der Kategorie Sie und Er an den Start gehen. Auf diesen Wettkampf freue ich
mich besonders.
Roland Christen - 07.11.2010
Hallwilerseelauf vom Samstag, 16. Oktober 2010 in Beinwil
Nicht wie üblich an den Volksläufen, starteten wir am Lauf rund um den Hallwilersee in der Kategorie Team. Zusammen mit Seline Scherrer und Andreas Meyer spulte ich die 21 Kilometer ab. Die schöne Strecke nahe am Ufer war in drei Abschnitte eingeteilt. Der Start machte Andreas mit einer Laufstrecke von 10 Kilometer. Bereits nach 31 Minuten und 45 Sekunden (Km-Schnitt 3:10) übergabe er den Chip an Seline. Für Seline ging es in erster Linie darum, Erfahrungen auf hohem Niveau zusammeln. Dass sie aber schon über solche verfügt zeigte Sie auf ihrer 4,2 Kilometer langen Teilstrecke. Mit grossem Einsatz und ganz schnellen Beinen rannte Sie richtung Schloss Hallwil. Bei diesem Punkt fand der zweite Wechsel statt. Als dritte Mixed-Läuferin schickte sie mich auf die letzten 6,9 Kilometer. Bei nassen und nicht gerade kühlen äusseren Bedingungen machte ich mich auf die Verfolgung der Führenden. Nach ziemlich genau zwei Kilometer konnte ich zum Führungsduo der Teamstaffeten aufschliessen und sich auch gleichzeitig ablösen. Die restlichen fünf Kilometer rannte ich an der Spitze ganz alleine dem Ziel entgegen. Mit einer Schlusszeit von 1 Stunde 11 Minuten und 47 Sekunden waren wir das schnellste Staffelteam und wurden somit auch Sieger in der Kategorie Mixed.
Bestimmt werden wir auch nächstes Jahr wieder dabei sein.
Roland Christen - 21.10.2010
Willisauerlauf vom Samstag, 25. September 2010 in Willisau
Ich startete dieses Jahr zum 13 Mal am Willisauerlauf, an so schlechtes Wetter wie bei der das jährigen Austragung kann ich mich aber nicht zurück erinnern. Es schüttete den ganzen Tag nur einmal von Oben.
Mit trockenen Socken und Schuhen, stellte ich mich fünf Minuten vor dem Start in die Läuferreihen ein. Pünktlich, um viertel nach vier wurden wir auf die Strecke ‘‘geschossen‘‘.
Die ersten drei Kilometer ging ich verhalten an und lief meinen eigenen Rhythmus. Im Anstieg auf den Mettenberg versuchte ich möglichst kraftsparend zu laufen um dann auf der Fläche wieder zusetzen zu können. Dass ich im Abwärtslaufen nicht mit den Besten mithalten kann, das wusste ich. Folglich verlor ich auch etwas an Boden und hatte kurzerhand Probleme mit dem Umschalten vom Abwärtslaufen ins Laufen im Flachen. Ich musste einige 100 Meter das Tempo zurücknehmen und konnte mit regelmässigen Atemzügen das Seitenstechen ‘‘besiegen‘‘. Während dieser Phase musste ich mich von zwei Läufern überholen lassen. Bei Kilometer acht konnte ich dann wieder normal atmen und ich versuchte auch sofort wieder einen Gang hoch zu schalten. Die letzten zwei Kilometer drückte ich dann nochmals mächtig auf das Gaspedal. Mit diesem langen Endspurt konnte ich mich noch von Position zwölf auf Rang neun verbessern. Zusätzlich wurde ich noch mit einer neuen Persönlichen Streckenrekordzeit von 41:50 Minuten belohnt.
Trotz diesen garstigen Bedingungen bin ich sehr zufrieden mit meinem Lauf. Ich kann somit beruhigt in den Trainingsaufbau zurückkehren und weiss dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Mein nächster Einsatz werde ich zusammen mit Stefanie Barmet und Andreas Meyer am Hallwilerseelauf haben. Wir bestreiten dort zu dritt den Teamlauf in der Kategorie Mixed.
Bericht vom Veranstalter und weitere Impressionen
Roland Christen – 26.09.2010
Schweizer Staffelmeisterschaften vom 11.09.2010 in Frauenfeld
Mit dem Ziel unsere Bronzemedaille vom vergangenen Jahr zu verteidigen reisten wir am Samstagnachmittag in den Thurgau. Das Wetter präsentierte sich von seiner besten Seite und verhalf dem Organisator zu einem reibungslosen Ablauf diesen Meisterschaften.
Den ersten grossen Höhepunkt durften wir bereits während dem Einlaufen erleben. Unsere vier Vereinskolleginnen Stefanie Barmet, Livia Kneubühler, Mirielle Wyss und Seline Scherrer verbesserten den drei Jahre alten Rekord in der Olympischenstaffelform (800m - 400m - 200m - 100m) um gut eine Sekunden. Dies war natürlich gleichbedeutend mit dem Schweizermeistertitel!
Diese super Leistung beflügelte natürlich auch uns Männer. Punkt 19.30 Uhr ging es los mit der Olympischen Konkurrenz der Männer. An der Startlinie für die zwei Bahnrunden stand Andreas Meyer. Der 1500 Meter Spezialist Meyer zeigte ein super Rennen. In der ersten Runde hielt er sich taktisch klug zurück und als in der zweiten Runde die Post ab ging war er vor Ort und lief ganz zuvorderst mit. Zeitgleich mit dem Btv Aarau übergab Meyer den Staffelstab an mich. Ich heftete mich anschliessend an die Fersen des Läufers vom Btv Aarau. Er lief ein geniales Tempo und ich konnte einfach hinterher rennen. Auf den letzten 100 Meter probierte ich ihn nochmals zu attackieren. Exakt auf gleicher Höhe übergaben wir an die 200m Läufer. Für den Btv war der U23 Schweizermeister am Start und für uns Roman Häfliger. Gegen Müller blieb er logischerweise chancenlos, aber Alex Wilson, EM-Teilnehmer in Barcelona über 200 Meter, konnte er ungefährdet auf Distanz halten. Als Schlussläufer sprintete unser Oldie (Der Speaker nannte ihn so!) zu Silber. Die Aarauer waren wie schon letztes Jahr auf den Sprintstrecken etwas besser besetzt als wir. Aber nach Bronze letztes Jahr, Silber dieses Jahr müsste logischerweise... ihr wisst schon =)!
Da unsere vier Goldgirls nicht nur über die Olympische Distanz gemeldet waren sondern auch über 4x100 Meter hatten wir noch einen dritten Trumpf im Ärmel. Und die Zeit aus dem Vorlauf war vielversprechend. Im Final am späten Samstagabend mussten sie sich dann nur der LV Winterthur geschlagen geben. Und somit durften sie nach der goldenen auch noch eine silberne Auszeichnung in Empfang nehmen.
Als vierte Mannschaft standen in Frauenfeld die U16 Knaben über 5x80 Meter im Einsatz. Leider klappten bei ihnen nicht alles Wechsel wunschgemäss und sie schieden im Halbfinal aus.
Mit vier Starts und drei Medaillen kehrte der Stv Willisau äusserst erfolgreich von den Staffeltitelkämpfen zurück. Diese guten Platzierungen wurden nach dem Eintreffen in Willisau auch noch ausgiebig gefeiert.
Rangliste Schweizerstaffelmeisterschaften
Roland Christen - 12.09.2010
Nachwuchs Schweizermeisterschaften U20/U23 vom 04.-05.09.2010 in Bern
Wie immer am ersten September Wochenende wurden in den Nachwuchskategorien die Schweizermeister gesucht. Dieses Jahr war ich das letzte Mal in der Juniorenkategorie U20 startberechtigt.
Dieses Jahr machte ich nicht wie üblich, die Saisonpause nach der Nachwuchs SM im September sondern pausierte schon nach der aktiven SM mitte Juli. Nun haben wir Kalenderwoche 36 und ich bin bereits wieder in der dritten Woche des Aufbautrainings für die neue Saison. Dies eine kleine vor Geschichte.
Am Samstag, den 4. September, startete ich im Stadion Wankdorf zum Vorlauf über 800m. Ich Qualifizierte mich als vierter in meiner Serie direkt für den Final. Leider aber fühlte ich mich ziemlich ausgepumpt nach dem Lauf, weit und breit keine Spur von Lockerheit!
Am Sonntagmittag stand dann der erste Finallauf auf dem Programm. 1500m Final der U20. Zusammen mit 14 anderen Athleten stellte ich mich hinter die Startlinie. Die Beine fühlten sich nicht genial und 100% erholt an, das Gefühl ganz müde zu sein gaben sie mir aber auch nicht. Zügig, sehr zügig wurde der erste Kilometer angelaufen 2:40 Minuten. Bis dahin alles kein Problem und ich konnte in den vordersten Positionen mitlaufen, bis 200 Meter vor dem Ziel eine Tempoverschärfung folgte. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich etwas an den folgenden 800m Final und ging nicht ganz mit letzter Konsequenz mit der Spitze mit. Bis ins Ziel verlor ich acht Sekunden und viel Kraft! Am Ende wurde ich trotz allem noch fünfter.
Anschliessend stand für mich die rasche Erholung im Vordergrund. Denn bereits in vier Stunden stand der Final über zwei Bahnrunden auf dem Programm. Eine Stunde vor dem Start musste ich dann die Feststellung machen, dass ich mich nur sehr schlecht erholt habe. Das joggen kurz vor dem Lauf war alles andere als locker. Nichts desto trotz sagte ich mir ein schlechtes Gefühl vor dem Lauf gibt vielleicht ein gutes während dem Lauf. Auch das Rennen über die zwei Stadionrunden wurde sehr schnell gestartet und das natürlich mit Absicht! Ich hatte schon auf den ersten 100 Meter mühe das Tempo mitzulaufen. Nach 250 Meter konnte ich mich dann an dritter Stelle einreihen und die Welt war für mich wieder in Ordnung. Die erste Runde passierten wir nach 56 Sekunden für mich eigentlich nicht ein Problem, normalerweise! Nicht aber am letzten Sonntag. Nach gut 600 Meter war dann die Luft draussen, die Kräfte verpufft und eine riesen grosse Enttäuschung machte sich breit. Mit so einer Niederlage habe ich nicht gerechnet!
Jetzt, ein paar Tage später ist das schlechte Abschneiden für mich kein Thema mehr. Die Frühe Saisonpause, keine gezielte Vorbereitung, der Doppelstart, eine Erkältung und kein richtiges Bahntraining dies sind alles Fakten und Teilweise auch Fehler, welche zu diesem Resultat geführt hatten.
Aber trotz diesem Malör kann ich auf eine gelungene und erfolgreiche Saison zurückblicken.
Nächsten Samstag starte ich mit drei Vereinskollegen an der Schweizer Staffelmeisterschaft in Frauenfeld. Wir werden die Olympische Staffelform laufen. (Andreas Meyer 800m, Ich 400m, Roman Häfliger 200m und Peter Feuz 100m)
Zwei Wochen später werde ich dann am Heimspiel, dem Willisauerlauf starten und meine Ausdauer testen.
Roland Christen - 10.09.2010
Ferien vorbei - Trainingsstart
Bereits sind auch meine (zweiten) Sommerferien im Jahre 2010 wieder vorbei. Zusammen mit drei Kollegen genoss ich für 9 Tage die Sonne in Spanien. Nebst dem Strand und Nachtleben in Calella besuchten wir für drei Tage die Stadt Barcelona.
Am Mittwochabend sind wir in Basel gelandet und einen Tag später durfte ich bereits wieder Leichtathletik auf allerhöchstem Niveau sehen. Der Schweizerische - Leichtathletik - Verband lud alle Swiss Starters 2014 ans Weltklasse Meeting nach Zürich ein.
Mein erstes Training absolvierte ich am letzten Freitag. Dies war auch der Startschuss zum Aufbautrainig für die neue Saison!!
Bevor diese aber beginnen kann muss natürlich die alte noch zu Ende gelaufen werden. Am ersten Septemberwochenende finden in Bern die Nachwuchsscheizermeisterschaften statt. Ich werde über 800m und eventuell auch über 1500m an den Start gehen.
Infos zur Schweizermeisterschaft
Roland Christen - 22.08.2010
Spitzenleichtathletik vom Sonntag, 8. August in Nottwil
Seit meiner Rückkehr aus Italien vor einer Woche, trainierte ich nicht mehr viel. Neben drei lockeren Dauerläufen machte ich in Langentahl über 1500m das Tempo.
Heute Sonntag durfte ich in Nottwil am Spitzenleichtathletik Luzern über 800 Meter für meine Mittelstreckenkollegen das Tempo machen. Die Vorgabe für die ersten 400 Meter lautete 53.5 Sekunden. Die erste Bahnrunde passierte ich knapp unter 54 Sekunden also in etwa der vorgegebenen Zeit. Auf der zweiten gegengeraden nach 550 Meter verliess ich das Feld und sie waren von nun an auf sich alleine gestellt. Mein Job habe ich somit erfolgreich beendet.
Anschliessend an die nationalen Serien ging es erst richtig los mit Spitzenleichtahletik. Die Meetingrekorde purzelten fast im Minutentakt. Mit unter verantwortlich für die vielen Zuschauer war das super Wetter. Die anwesenden Freunde der Leichtathletik bekamen eine geballte Ladung Topleistungen zusehen!
Am Ende des Meetings machte ich mich auf den Weg zur Garderobe. Kurz vor dem Turnhalleneingang begegnete ich einem meiner grössten Idolen, Jeremy Wariner! Als Erinnerung schoss ich ein Foto mit
ihm zusammen. Wer dieser Mann schon einmal live gesehen hat, muss einfach begeister sein von ihn. Mit was für einer Technik und mit welchem minimalem Kraftverschleiss dieser Athlet läuft einfach
WELTKLASSE!
Fotos Spitzenleichtathletik Luzern
Rangliste Spitzenleichtathletik Luzern
Roland Christen - 08.08.2010
Aktiv Schweizermeisterschaften vom Samstag und Sonntag, 16. und 17. Juli 2010 in Lugano
Zum ersten Mal wurde die Schweizermeisterschaft der Aktiven an zwei Abenden durchgeführt. Diese Art hat sich aus meiner Sicht bewährt und dürfte auch nächstes Jahr wieder angewendet werden.
Am Freitagabend besammelten sich alle 800 Meter Läufer um 19.05 Uhr im Call Room. Dort wurde ein Appell durchgeführt und die Athleten den drei verschiedenen Vorlaufserien zugeteilt. Ich kam in die dritte Serie, auf Bahn fünf. Dadurch dass in den ersten zwei Läufen ein zügiges Tempo angeschlagen wurde, mussten auch wir in der letzten Serie schnell Laufen. Denn in den Final kam jeweils nur der Laufsieger direkt, dazu noch die fünf Zeitschnellsten. Über die Zeit qualifizierte ich mich dann auch für den Final vom Samstag.
Einmal mehr hatte ich nichts zu verlieren und konnte ganz locker in den Wettkampf steigen. Letzten Februar an der Hallen SM in Magglingen ging meine Rechnung ja prima auf und ich wurde Dank taktischem Geschick zweiter. Dieses Mal war die Ausgangslage jedoch ein bisschen anders. Nummern eins bis drei der Saisonbestenliste standen im Finale am Start.
Zusammen mit dem Saisonschnellsten, Mario Bächtiger, startete ich auf Bahn sechs. Die ersten 400 Meter war das Tempo langsam. Dadurch liefen alle Athleten nahe beieinander und es kam zu Rangeleien. 300 Meter vor dem Ziel verschärfte ein Athlet das Tempo ein kleinwenig. Von den acht Athleten waren aber immer noch sechs in der Spitzengruppe. Ausgangs letzte Kurve wurde zum Sprint angesetzt. 30 Meter Später waren dann auch schon die Positionen bezogen. Die drei schnellsten vorne weg und ich an fünfter Stelle laufend. Auf den letzten 100 Metern vermochte ich den ganz vordersten Athleten nicht mehr ganz zu folgen. In einer Zeit von 1:55 Minuten, welche ganz nebensächlich ist, überquerte ich die Ziellinie als fünfter. Dieser Platz entspricht genau meiner Platzierung in der Saisonbestenliste.
Wie geht es nun weiter? Am Mittwoch verreise ich für 10 Tage nach Italien in die Ferien. Am achten August werde ich voraussichtlich in Luzern als Tempomacher den anderen 800 Meter Läufern einen Dienst erweisen, von dem ich auch schon mehrere Male profitieren konnte. Mitte August fliege ich dann nochmals für acht Tage nach Spanien zum Fussballweltmeister. Gleich nach der Rückkehr werde ich Weltklasse Leichtathletik im Letzigrund geniessen.
Roland Christen - 18.07.2010
Athletissima vom Donnerstag, 8. Juli 2010 in Lausanne
Zusammen mit Stefanie Barmet, Marlen Affentranger, Andreas Meyer und Sämi Affentranger (Chauffeur) reiste ich am vergangenen Donnerstag nach Lausanne.
Die Qualifikationsperiode für die Junioren WM ist am vergangenen Sonntag abgelaufen, aber nicht meine Motivation für eine schnelle Zeit! Mit Christian Niederberger war im Rennen über 800m auch ein potenzieller EM-Kandidat am Start. Der Grundstein für eine schnell Zeit war also gelegt. Der Tempomacher, Raphael Salm, erledigte seine Arbeit mit höchster Präzision.
Hinter Salm, Niederberger und Hochstrasser reihte ich mich nach 150m an vierter Stelle ein. Auf der ersten Zielgerade wurde es mir vorne etwas zu schnell und ich musste ein kleines Loch zwischen den drei Spitzenläufern und mir aufgehen lassen. Kurz nach dem ertönen der Glocke, welche die letzte Runde signalisierte, wurde vorne das Tempo etwas gesenkt und ich konnte den Anschluss zur Spitzengruppe wieder herstellen. Auf der Gegengerade setzte sich der Pacemaker dann leicht von Niederberger und Hochstrasser ab. Ich merkte, dass die beiden etwas längsamer wurden und überholte beide 200m vor dem Ziel. Nun lag ich alleine in Front. Dass dieser Antritt ein heisser Schachzug sein wird war mir klar, aber wer nichts riskiert wird auch nicht belohnt. Auf den letzten 50 Metern wurde ich noch von zwei Athleten überholt und beendete das Rennen auf dem Bronzeplatz. Die Zeit blieb bei 1:51,50 Minuten stehen.
Bereits nächstes Wochenende gehen in Lugano die aktiv Schweizermeisterschaften über die Bühne. Nicht wie gewohnt Samstag und Sonntag, sondern dieses Jahr das erste Mal Freitag- und Samstagabend.
Was an solchen Meisterschaften möglich ist, durfte ich selber im vergangenen Februar erfahren. An den Hallen-Schweizermeisterschaften gewann ich über 800m die Silbermedaille. Wir werden sehen zu was es in Lugano reicht!
Roland Christen - 10.07.2010
Gehofft, gekämpft und daran geglaubt aber nicht gewonnen…
Junioren Gala vom Sonntag, 4. Juli 2010 in Mannheim
Bei idealen Äusseren Bedingungen musste ich mich 25 Minuten vor dem Start im Callroom einfinden. Bei diesem Treffpunkt wurden ein Appel durchgeführt und die Startnummern ausgeteilt. Zusammen wurden wir dann an den Start des 800 Meter Laufes geführt.
Mit einem deutschen Athleten zusammen startete ich auf Bahn vier. Insgesamt waren es zehn Athleten plus einen Tempomacher, welche sich dem Kampf gegen die Uhr stellten.
Pünktlich um 14.55 Uhr erfolgte der Startschuss. Die ersten 100 Meter wurden wie üblich in den Bahnen gelaufen. Als wir auf der Gegengeraden an die Innenbahn durften reihte ich mich an sechster Stelle ein. Nach 300m ging vor mir ein kleines Loch auf, ich konnte es zulaufen und lag nun an vierter Position. Auch die Durchgangszeit passte mit 53 Sekunden perfekt. Nach 450 Meter verliess der Tempomacher das Feld und wir waren auf uns alleine gestellt. Die Pace wurde bestens aufrecht erhalten und ich lief Richtung letzte Kurve. Bei 600 Meter stoppte die Zeit für mich bei einer Minute und 20 Sekunden. Dies war sicher an der Grenze gegen Unten passte aber Tip top zum Renngeschehen. Dann passierte das Missgeschick, welches mich sehr wahrscheinlich die Qualifikation für die WM kostete. Wie das ganze passierte weiss ich bis jetzt nicht, obwohl ich es schon drei Mal auf Video gesehen habe. Eventuell berührte der Läufer vor mir mit seiner Schuhsole mein Schienbein und kam dadurch ins Straucheln. Anders kann ich es mir fast nicht erklären. Auf jeden Fall geriet der Konkurrent vor mir ins Stolpern. Folglich lief ich an ihn auf und bin beinahe hingefallen, nur mit viel Glück konnte ich mich am vor mir Laufenden Athleten auffangen und so einen Sturz verhindern. An eine gute Zeit war nach diesem Missgeschick natürlich nicht mehr zu denken…!
Als ich im Ziel ankam realisierte ich die ganze Sache noch nicht richtig. Anschliessend liefen die Schweizer Frauen ein grandioses 800 Meter Rennen, dies lenkte mich von meiner Enttäuschung ab. Auch nach zwei Stunden war mir noch nicht bewusst, dass ich es verpasst habe. Ich glaubte immer noch durch ein Hintertürchen doch noch mit an die WM fliegen zu können. Auf der Heimreise mit dem Zug von Olten nach Sursee bekam ich dann die Meldung, dass nichts mehr zu machen sei. Der Meldeschluss ist am fünften Juli um 00.00 Uhr, eine Möglichkeit zur Nachmeldung gibt es nicht!
Nach diesem Telefonat brach eine kurze Zeit eine ganz, ganz grosse Welt zusammen für mich! Zwei Mal war ich so nahe an der Limite und im dritten Rennen passierte so ein Unglück.
Zuhause dann konnte ich die Tränen der Enttäuschung nur noch schwer zurückhalten…
Nun ist es schon fast Montag und ich schreibe diesen Beitrag. Die grösste Phase der Enttäuschung habe ich hinder mir. Möglichst rasch versuche ich nach Vorne zu schauen. Bereits nächsten Donnerstag, werde ich an der Athletissima in Lausanne erneut über die zwei Bahnrunden an den Start gehen. Und ich bin überzeugt, mit einem stolperfreien Rennen werde ich die WM-Norm unterbieten auch wenn es in meinem Falle zu spät ist. Die Motivation und die Zuversicht habe ich durch diesen Misserfolg nicht verloren. Es gilt nun halt den Monat Juli etwas anders zu planen aber an der Sache, dass ich schnell laufen will ändert sich nicht. Ich werde es jetzt einfach nicht in Moncton, Kanada tun sondern an den aktiv Schweizermeisterschaften in Lugano!
Roland Christen – 04.07.2010
Bonus Track Meeting vom Samstag, 26. Juni 2010 in Nottwil
Bei wunderbarem Sommerwetter machte ich in Nottwil einen weiteren kleinen Schritt Richtung WM Limite.
Gestern Samstag startete ich in einem Top besetzten Feld über 800m. Mit Mirco Zwahlen als Tempomacher, stellte sich der schnellste 1500 Meter Läufer der Schweiz in unseren Dienst. Die Vorgabe für
die ersten 400m lautete 52 Sekunden, diese Zeit hielt Mirco auf den Zehntel genau ein und setzte somit die Basis für eine super schnelle Zeit.
Auf Bahn eins startete ich zusammen mit Raphael Fuchs ins Rennen. Nach den ersten 100m konnte ich mich direkt hinter dem amtierenden Schweizermeister Christian Niederberger einreihen. Diese
Position verlieh mir Sicherheit und Zuversicht auf dem Richtigen Weg zu sein. Die ersten 400m passierte ich nach 53 Sekunde. Dies passte perfekt in meinen Zeitplan. 200m vor dem
Ziel verschärfte der für den LC Zürich startende Niederberger das Tempo. Von diesem Zeitpunkt an musste ich ihn leider etwas ziehen lassen. Auf der Zielgerade konnte ich den Abstand konstant
gleich halten. Wie schon vor zwei Wochen ging im Ziel das grosse Bibern um die Limit los! Mit einer Endzeit von 1:51,13 Minuten erzielte ich
eine neue persönliche Bestzeit, verpasste aber leider die WM Limite um winzige 13 Hundertstel! Nichts desto trotz bin ich zufrieden mit meinem Lauf und stolz innert zwei Wochen zwei Mal eine Zeit
unter 1:51,50 Minuten gelaufen zu sein.
Rangliste Bonus Track Meeting Nottwil
In einer Woche trete ich nun zu meinem letzten Versuch an die 1:51,00 Minuten doch noch zu unterbieten. Im deutschen Mannheim bekam ich einen Startplatz in einem internationalen 800 Meter Feld. Ich bin weiterhin sehr zuversichtlich und überzeugt, dass die Limite nächsten Sonntag in Mannheim fallen wird.
Infos zur Juniorengala in Mannheim, Deutschland
Roland Christen - 27.06.2010
Swiss Meeting vom Samstag, 12. Juni 2010 in Genf
Mit einer neuen persönlichen Bestzeit und grosser Zuversicht kehrten Andreas Meyer und ich aus Genf zurück.
Das Rennen als Video: >Hier<
Knappe drei Stunden dauerte die Autofahrt von Willisau nach Genf. Mit wie viel Emotionen der Speaker seine Sache machte, war bereits kurz nach dem Aussteigen aus dem Auto zu bemerken. Er holte alles aus den Lautsprechern heraus!
Mit drei schnellen Läufern aus Belgien, zwei Franzosen, einem Italiener und zwei Schweizern wurde ich in die erste Serie eingeteilt. Mit dabei in diesem Lauf, auf Bahn eins, war auch Andreas Meyer. Er stellte sich in den Dienst der anderen und sollte für das Tempo sorgen. Mit etwas Verspätung wurden die zehn 800m Läufer kurz nach 16.00 Uhr auf ihre zwei Bahnrunden ‘‘geschossen‘‘.
Wie geplant sprintete Meyer nach den ersten 100 Metern an die Spitze und lief die ersten 200 Meter in 25 Sekunden an. Im Schlepptau meines Vereinskollegen reihte ich mich an fünfter Position ein. Mit einer Durchgangszeit von 51.5 Sekunden leistet Meyer einen sehr guten Job. Ich passierte die erste Runde nach 52.5 Sekunden. Nach 500 Meter beendete Meyer seine Arbeit und verliess das Feld. Für kurze Zeit waren sich die Belgier dann nicht einig und ich kam etwas ins Stocken. Das gleiche zeigte sich nochmals 200 Meter vor dem Ziel. Vorne wurde wieder etwas ‘‘geplämpelet‘‘ und ich musste wieder abbremsen. Trotz einer sehr schnellen ersten Runde lief ich die zweite Runde mutig vorne mit und überquerte die Ziellinie als fünfter. Kurz nach dem Zieleinlauf war für mich unklar ob es für die Qualifikation von >1:51.00 Minuten gereicht hat oder nicht. Klar war, dass es sehr, sehr knapp werden würde. Über die Stadionlautsprecher wurden die Zeiten verkündet, 1:51.30 Minuten lautete meine Schlusszeit.
Knapp daneben ist halt auch vorbei! Keines falls bin ich aber enttäuscht. Immerhin konnte ich meine persönliche Bestzeit um fast acht Zehntel senken und weiss jetzt, dass diese geforderte Zeit absolut in Reichweite liegt. Den nächsten Angriff unternehme ich am 26. Juni in Nottwil am Bonus Track Meeting. Auch Meyer wird dort am Start sein, dann jedoch nicht mehr als Tempomacher über 800m sonder als Athlet über 1500m. Wir, die Mittelstreckler, würden sich auf deine Unterstützung in Nottwil freuen.
Roland Christen - 13.06.2010
Vorschau - 12.06.2010 Swiss Meeting in Genf
Nebst den Innerschweizer Einkampfmeisterschaften in Zug, findet nächsten Samstag auch das Swiss Meeting in Genf statt - am Start zwei Athleten aus Willisau.
Nach einem gelungenen Test, letztes Wochenende an den Vereinsmeisterschaften über 400m und 800m, greife ich erstmals diese Saison die WM – Limite über 800m an. Meine persönliche
Bestzeit, gelaufen letztes Jahr in Mannheim, steht bei 1:52.08 Minuten. Für eine Qualifikation fordert der Verband eine Zeit unter 1:51.00 Minuten. Um dieses Ziel erreichen zu können, sorgt in
Genf ein zweiter Willisauer. Andreas Meyer wird beim Rennen über 800m für das Tempo sorgen. Für ein regelmässiges und schnelles Rennen ist also gesorgt, zu hoffen ist noch das es Petrus ebenso
gut meint.
Roland Christen - 09.06.2010
SVM - Meeting in Hochdorf Männer Regionalliga
Bei herrlichem Sonnenschein, 28°C und einer super Stimmung fanden am Samstag in Hochdorf die
Schweizervereinsmeisterschaften der Regionalliga statt.
Gesamthaft musste jeder Verein in 10 Disziplinen Starten. Dabei durfte ein Athlet nicht mehr als zwei Wettkämpfe + die Staffel bestreiten. Der Stv Willisau war in Hochdorf mit 12 Athleten vor Ort
und versuchte dabei natürlich das Maximum herauszuholen.
4x100m
Um 12.15 Uhr startete die SVM mit den 4x100m Staffelläufen. Aus muskulären Gründen tauschte Michele Marino kurz vordem Start noch die Position mit dem Startläufer der zweiten Staffel aus unserem
Verein.
Das erste Team mit Lukas Kreiliger, Peter Feuz, Roman Häfliger und mir brachte den Stab mit einer Zeit von 45.62s sicher ins Ziel.
Die zweite Staffel mit Startläufer Michele Marino, Sandro Wanner, Christian Schmidiger und Raphael Bieri wurde wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert.
800m
Über die zwei Bahnrunden waren Peter Feuz und ich gemeldet. Eingeteilt wurde ich in die erste Serie auf Bahn eins.
100m nachdem Start setzte sich Andreas Becker von der LC Regensdorf an die Spitze des Feldes.
Unmittelbar dahinter heftete ich mich an seine Fersen. 250m vor dem Ziel überholte ich den Zürcher und lief auf den letzten 200m einen schönen, zügigen und trotzdem lockeren Schritt. Die
Zeitmessung stoppte nach 1:53.51min.
Peter Feuz startete in der vierten Serie und klassierte sich mit einer Zeit von 2:19.02min auf dem 7. Rang.
Speerwerfen
Die Wurfdisziplinen gehören nicht gerade zu unseren Stärken, trotzdem lassen sich die Resultate welche die Ahtleten im Dress des Stv Willisau gezeigt haben sehen. Christoph Rogger schleuderte das
800 Gramm schwere Wurfgerät auf 38.82m. Peter Feuz musste kurz nachdem Zieleinlauf des 800m Laufes bereits wieder zum Speerwerfen antreten. Ihm stand am Schluss des Wettkampfes eine Weite
von 34.65m zu Buche. Peter Schuler warf den Speer 28.90m weit.
Weitsprung
Beim Sprung in die Sandgrube traten für unseren Verein Sandro Wanner, Lukas Kreiliger und Michele Marino an. Sandro Wanner noch bei der U18 startberechtigt sprang 4.64m weit. Der Vereinsinterne
Wettkampf entschied Lukas Kreiliger für sich. Er machte einen Satz auf 5.43m. Mit 4.94m zeigte sich Michele Marino nicht ganz zufrieden. Gerne wäre er über die 5 Metermarke hinaus
gesprungen.
110m Hürden
Unser Sorgenkind war ohne wenn und aber die Hürdendisziplin. An den Start gingen für Willisau Roman Häfliger, Christian Schmidiger und Raphael Bieri. Da die ersten zwei Läufer, Häfliger und Schmidiger ihre Läufe sicher und super schnell ins Ziel brachten und somit punkteten verzichtete Bieri auf einen Start.
Kugelstossen 7.25kg
Christian Schmidiger katapultierte die Kugel auf exakt 10m, diese Weite reichte zu Platz 16. Unmittelbar dahinter mit einer gemessenen Weite von 9.25m klassierte sich Lukas Kreiliger. Unsere Verstärkung aus dem Kanton Schwyz, Peter Schuler stiess die Kugle 8.30m weit.
3000m
Nicht weniger als 23 Athleten standen über 3000m hinter der Startlinie. Für uns mit von der Partie, Andreas Meyer und Yannick Wey. Meyer welcher sich im Moment in sehr guter Form befindet ging
von Anfang an die Spitze und lief einem einsamen Start - Ziel Sieg entgegen. Bereits nach 8:51.77min stoppte für ihn die Uhr. Das zweite zählbare Resultat lieferte Yannick Wey mit einer Zeit von
10:48.72min.
400m
Meine zweite Disziplin nachdem 800m Lauf bestritt ich zwei Stunden später. Von den Strapazen der zwei Bahnrunden fühlte ich mich gut erholt. Trotzdem lief ich die ersten 150m sehr verhalten an.
Von da an schaltete ich einen Gang höher und konnte Gegner um Gegner ein- und überholen. Im Ziel fehlten mir für den Sieg nur gerade 14 Hundertstel. Mit einer Zeit von 50.12s sprintete ich aber zu einer neuen persönlichen Bestzeit.
Hochsprung
Mit übersprungenen 1.80m zeigte sich Roman Häfliger nachdem Wettkampf zufrieden. Auch Christoph Rogger sprang hervorragend und durfte sich die Höhe von 1.75m notieren lassen.
200m
Den Abschluss bildeten die Läufe über 200m. Sandro Wanner lief seinen ersten 200m Lauf in sehr guten 25.63s. Zu einem seiner ersten Sprinteinsätzen aus dem Startblock kam Andreas Meyer. Nach
seinem genialen 3000m Lauf sprintete er in 24.33s auf den zweiten Serienplatz. Ebenfalls zufrieden zeigte sich unser Teamchef Michele Marino. Er erreichte sein Ziel, eine Zeit unter 26s mit 25.93
ganz knapp. Aber geschafft ist geschafft.
Mit einem feinen Nachtessen liessen wir den gelungen Wettkampf ausklingen.
Die Rangliste ist hier zufinden
Roland Christen - 06.06.2010
Innerschweizerstaffelmeisterschaften in Küssnacht 29.05.2010 – mit Vereinsrekord zu Silber gesprintet
Am Rande des Vierwaldstättersees machten wir uns bereit für die Mission Titelverteidigung. Vier Vereine haben sich über die Olympischedistanz eingeschrieben. Unter ihnen der LC Luzern, unsere
härtesten Widersacher. Die Luzerner waren auf den kurzen Strecken sehr stark besetzt, somit mussten wir das Rennen auf den zwei längeren Distanz versuchen zu vorentscheiden.
Andreas Meyer setzte sich von Anfang an die Spitze. Von der ersten Position aus diktierte er das Rennen. Nach 600m wurde der Luzerner von seinen Kräften verlassen und musste Meyer ziehen lassen.
Auf den zwei Bahnrunden holt er ca. 5m Vorsprung heraus. Mit diesem Polster übergab Meyer den Staffelstab mir. Volle Kanne mache ich mich auf die eine Bahnrunde. 100m vor der Übergabe begannen
meine Beine sauer zu werden. Die letzten paar Meter kämpfte ich gegen meine Beine und übergab anschliessend an Roman Häfliger. Dieser zeigte einen gewaltigen Lauf und konnte den Vorsprung von 15m
halten, wenn nicht sogar noch ausbauen. Mit einer guten Übergabe schickte Häfliger, Michele Marino auf die Zielgerade. Marino, der seine Nagelschuhe vor 17 Tagen!!! Das letzte Mal getragen hatte
fühlte sich vor dem Rennen in guter Form. Trotz persönlicher Unterstützung und eigens gewidmetem Spruchband reichten die ca. 15m Vorsprung leider nicht für den Sieg. Der Routinier im Dress des
STV Willisau musste sich auf den letzten Meter dem Luzerner geschlagen geben. Mit einer Schlusszeit von 3:18,08 Minuten konnten wir unseren eigenen Vereinsrekord um 1/100 verbessern.
Über diesen zweiten Platz sind wir keineswegs enttäuscht, denn der Spass stand im Vordergrund somit die Silbermedaille eine schöne Zugabe.
Nächstes Wochenende starte ich in Hochdorf an den Schweizer Vereinsmeisterschaften über 4x100m, 400m und 800m.
Rangliste Staffelmeisterschaften
Weiter Infos zur SVM vom 05.06.2010
Roland Christen - 30.05.2010
Innerschweizerstaffelmeisterschaften in Küssnacht 29.05.2010
Vor einem Jahr wurden die Staffelwettlämpfe am 23. Mai in Zug durchgeführt. Bei herrlichem Wetter starteten Andreas Meyer, Michele Marino, Jonas Barmettler und Ich zur Olympischenstaffel (800m-400m-200m-100m). Zusammen mit meinen drei starken Läuferkollegen durfte ich schlussendlich die Goldmedaille in Empfang nehmen.
Im September letzten Jahres setzten wir unserer Staffel noch das Krönchen auf. An den Nationalen Staffeltitelkämpfen, sprinteten wir völlig überraschend zur bronzenen Auszeichnung.
Uns für die diesjährigen Staffelläufe zu motivieren war also eine ziemlich einfache Sache. =) An Stelle von Jonas Barmettler, dieser weilt im Moment in Mexiko, wird in unserer Formation Roman Häfliger über 200m laufen.
Zu buche stehen haben wir eine Bestzeit von 3:18.09min diese gilt es am nächsten Samstag zu verbessern.
Startzeit ist um 17.30 Uhr auf deine Unterstützung freuen wir uns.
Weiter Informationen http://www.tv-kuessnacht.ch/
Pfingstmeeting Zofingen 24.05.2010
Bei idealen Bedingungen wurden um 13.25 Uhr die Startnummer verteilt. Zusammen mit Andreas Meyer durfte ich in der ersten, schnelleren Serie starten.
Wie immer startete ich sehr schnell ins Rennen und reihte mich an 5. Position ein. Bis 600m konnte ich ohne Probleme mitlaufen und hatte auch das Gefühl locker zu
rennen. Anschliessend nahm ich etwas Tempo raus, ich hatte den Eindruck, dass es doch etwas zu schnell ist für mich. Nach und nach viel ich zurück und konnte mich dann am
Schluss des Feldes wieder einreihen.
Mit einer Schlusszeit von 3:58.32min habe ich mein Ziel erreicht und bin zufrieden mit meinem gelaufenen Rennen.
Mein nächstes Rennen laufe ich am kommenden Samstag in Küssnacht. Wir werden an der Innerschweizerstaffelmeisterschaft mit einer Olympischen-Staffel vertreten sein.
Rangliste Pfingstmeeting Zofingen http://www.tvzla-athletics.ch/resultate_meetings.php
Roland Christen - 24.05.2010
Pfingstmeeting steht vor der Tür
Die Zeit vergeht wie im Flug. Vor 20 Tagen wurde die Bahnsaison mit dem Eröffnungsmeeting in Willisau eingeläutet und am nächsten Montag beginnen bereits die ersten Rennen über die original
Distanz
Vor gut einer Woche wurde ich durch eine Krankheit etwas aus der ‘‘Bahn‘‘ geworfen. Nach einem Tag im Bett, pausierte ich anschliessend fünf Tage um vollständig zu genesen. Diese Pause war
gleichbedeutend mit einem Verzicht auf den Start am Auffahrtsmeeting in Langenthal.
Am Samstag danach schnallte ich erstmals wieder die Laufschuhe und absolvierte einige lockere Läufe.
Diese Woche steht nun ganz im Zeichen des Pfingstmeetings vom kommenden Montag. Allerdings werde ich nicht wie gewohnt über 800m an den Start gehen sondern über 1500m! Diese Distanz bin ich in
meiner Karriere bis heute zwei Mal gelaufen, das letzte Mal vor zwei Jahren am Spitzenleichtathletikmeeting in Luzern. Mit einem Start – Ziel Sieg realisierte ich dort eine sehr gute Zeit von
4:06.79min.
Nun bin ich gespannt nach wie viel Minuten die Zeit stoppen wird am Pfingstmontag.
Startzeit ist voraussichtlich 13.35 Uhr.
Mehr Infos unter www.tvzla-athletics.ch
Roland Christen - 20.05.2010
Gelungener Saisonstart
Nach einer strengen Vorbereitung stand am 1. Mai das erste Meeting auf dem Programm. Das Willisauer Eröffnungsmeeting. Den ganzen Nachmittag hatten sich Gross und Klein in Sprung-, Wurf- und
Laufdisziplinen gemessen. Trotz zwiespältigem Wetter strömten die Zuschauer auf die «Schlossfeld-Anlage».
Nach kleiner Verspätung startete die erste Serie der 1000m Läufe. In einer gut besetzten Serie durfte Roland Christen unter anderem mit Andreas Meier, Jan Hochstrasser und Stefan Breit
starten.
Durch einen schnellen Start ging Christen den Positionskämpfen am Start aus dem Weg. Das ganz Rennen konnte er regelmässig laufen und den dritten Zwischenrang halten. 200m vor dem Ziel setzte Christen zum Sprint an, den er jedoch nicht durchziehen konnte. Den Sieg machten Breit und Hochstrasser untereinander aus. Dicht gefolgt von Meier überquerte Christen die Ziellinie als dritter in einer Zeit von 2.28.21min und unterbot mit dieser Zeit seine «PB» um mehr als einenhalb Sekunden. Roland Christen schaut sehr zuversichtlich auf die Saison und ist sehr zufrieden mit diesem Meeting.
Sein nächstes Rennen bestreitet er am 13. Mai in Langenthal.
Philipp Christen - 02.05.2010